Text:Ina Keller Historische Bögen

Materialien


Die meisten Bögen fertige ich aus Schlangenholz. Es ist ein sehr feinporiges, sehr dichtes und hartes Holz, welches eine Zeichnung aufweist, die an Schlangenhaut erinnert. Schlangenholz ist ein tropisches Holz aus Südamerika, das bereits im 17 Jahrhundert Verwendung im Bogenbau fand. Für barocke Modelle eignet es sich vorzüglich, da es genau die richtige Elastizität hat. Den Klang von Schlangenholzbögen würde ich als warm bezeichnen und die Spieleigenschaften weisen je nach Modell eine Direktheit und präziese Zeichnung auf.


Ich komme allerdings immer mehr zu der Überzeugung, das aus historischer Sicht Schlangenholz möglicherweise nicht das vorherschende Holz der „Barockbögen“ gewesen ist. Vielmehr denke ich, das heimische Hölzer eine große Rolle gespielt haben. Auch der Schraubfrosch, wie wir ihn heute an den meisten barocken Modellen haben, war wohl eher eine seltenere Variante.

Meine Modelle aus Pflaume, Elsbeere und Hainbuche versehe ich mit einem Steckfrosch, der in einer Schiene läuft und zur leichten Regulierung der Spannung zurück gezogen werden kann.


Zur Herstellung meiner Bögen verwende ich folgende Hölzer und Materialien:


Ich verwende kein Elfenbein.


Keines der aufgeführten Materialien steht auf der Liste des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES).


Gerne erstelle ich Ihnen für Ihren Bogen ein Zertifikat über die verwendeten Materialien.

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